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Donnerstag, 10. August 2017

Vormittag am Strand-Sommergedicht


Vormittag am Strand

Es war ein solcher Vormittag, 
wo man die Fische singen hörte; 
kein Lüftchen lief, kein Stimmchen störte, 
kein Wellchen wölbte sich zum Schlag.
Nur sie, die Fische, brachen leis
der weit und breiten Stille Siegel
und sangen millionenweis'
dicht unter dem durchsonnten Spiegel.
Christian Morgenstern (1871-1914)


Foto: Tolo, Argolis, Griechenland

Sommerpoesie

Sommertag

Plantschen, baden, spielen,
Der Sommer ist den Kindern lieb.
Im Schatten liegen
Die Katzen und der alte Schmied.

(© Monika Minder)

unter: http://www.kinder-alles-fuer-kids.com/kinder-gedichte/sommergedichte.html

Foto: Tolo, Argolis, Griechenland


Dienstag, 1. Juli 2014

ich bin der Juli

Ich bin der Juli

Grüß Gott! Erlaubt mir, dass ich sitze.
Ich bin der Juli, spürt ihr die Hitze?

Kaum weiß ich, was ich noch schaffen soll,
die Ähren sind zum Bersten voll;

reif sind die Beeren, die blauen und roten,
saftig sind Rüben und Bohnen und Schoten.

(...)


Paula Dehmel
(1862 - 1918)



Quelle : http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=4090&edit=0





Mittwoch, 26. Dezember 2012

Weihnachten macht Spaß!

zum Beispiel wenn man Weihnachtslieder singt...

Ihr Kinderlein kommet...
hr Kinderlein kommet, o kommet doch all!
Zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall
und seht, was in dieser hochheiligen Nacht
der Vater im Himmel für Freude uns macht!

O seht in der Krippe im nächtlichen Stall, 
seht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl
den lieblichen Knaben, das himmlische Kind,
viel schöner und holder als Engelein sind!

Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh,
Maria und Joseph betrachten es froh.
Die redlichen Hirten knien betend davor,
hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.

O beugt wie die Hirten anbetend die Knie
erhebet die Händlein und danket wie sie, 
stimmt freudig , ihr Kinder, wer wollt sich nicht freun?
Stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein.

So nimm uns're Herzen zum Opfer denn hin,
wir geben sie gerne mit dankbarem Sinn, 
und mache sie heilig und selig wie deins.
Und mach sie auf ewig mit deinem nur eins.

...
O du fröhliche, o du selige

O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit.
Welt ging verloren,
Christ ist geboren:
Freue, Freue dich o Christenheit!

O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit.
Christ ist erschienen,
uns zu versühnen:
Freue, Freue dich o Christenheit!

O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit.
Himmlische Heere
jauchzen dir Ehre:
Freue, Freue dich o Christenheit!




Dienstag, 4. Dezember 2012

vor Weihnachten...


 Erwartung der Weihnacht

Noch eine Nacht – und aus den Lüften
Herniederströmt das goldne Licht
Der wundersamen Weihnachtsfreude,
Verklärend jedes Ungesicht.
Und wieder klingt die alte Sage:
Wie einst die Lieb’ geboren ward,
Die unbegrenzte Menschenliebe
In einem Kindlein hold und zart.
Nun zieht ein süß erschauernd Ahnen
Durch Höhn und Tiefen, Flur und Feld.
Nun deckt geheimnisvoll ein Schleier
Des trauten Heimes kleine Welt.
Dahinter strahlt’s und lacht’s und flimmert’s
Und ist der süßen Rätsel voll,
Durch alle Räume weht ein Odem
Der Freunde, die da kommen soll.
Und draußen nicken Bäum’ und Büsche
So leis’ winterklarer Luft:
Die Kunde kommt, dass neues Leben
Sich wieder regt in tiefer Gruft.
Es knarrt die Eiche vor dem Fenster,
Sie träumt von langer Zeiten Lauf;
Da steigt wohl auch ein froh’ Erinnern
In ihre Krone still hinauf.
O weilt, ihr jugendschönen Stunden,
Verweile du, der Hoffnung Glück!
Vermöcht’ ich’s nur: mit allen Kräften
Der Seele hielt’ ich dich zurück.
Ihr süßen Träume es Erwartens,
Der Wunder und Gedicht voll,
Ihr seid noch schöner als der Jubel,
die Freude, die da kommen soll.

Dienstag, 4. September 2012

Morgenmeer-Poesie

das Meer/ die Ägäis
MORGENMEER

Hier will ich innehalten, will auch ich ein wenig die Natur betrachten.

Des Morgenmeeres und des wolkenleeren Himmels

leuchtend Blau und gelbe Strände. Alles

hell und schön im Licht.

Kavafis Konstantinos


aus dem Buch: Brichst du auf den Ithaka ISBN 9783923728039 / 2002 / 3. Ed. / 264 S


Montag, 14. Mai 2012

Muttertag / Sonntag, den 13.05.2012


An meine Mutter

Ich bin's gewohnt, den Kopf recht hoch zu tragen,
Mein Sinn ist auch ein bißchen starr und zähe;
Wenn selbst der König mir ins Antlitz sähe,
Ich würde nicht die Augen niederschlagen.

Doch, liebe Mutter, offen will ich's sagen:
Wie mächtig auch mein stolzer Mut sich blähe,
In deiner selig süßen, trauten Nähe
Ergreift mich oft ein demutvolles Zagen.
Ist es dein Geist, der heimlich mich bezwinget,
Dein hoher Geist, der alles kühn durchdringet,
Und blitzend sich zum Himmelslichte schwinget?

Quält mich Erinnerung, daß ich verübet
So manche Tat, die dir das Herz betrübet?
Das schöne Herz, das mich so sehr geliebet?

 An meine Mutter
Heinrich Heine (1797-1856)





Montag, 13. Februar 2012

Kinderpoesie

Wer jeden Tag nur Kuchen isst
und Eis und Schokolade,
der weiß ja nicht, wann Sonntag ist,
und das ist wirklich schade.


Donnerstag, 5. Januar 2012

zum neuen Jahr

ein neues Herze,
ein frisches Blatt im Lebensbuch.
Die alte Schuld sei ausgestrichen
und ausgetilgt der alte Fluch.
Auch dieser März bringt Lerchenlieder.
Auch dieser Mai bringt Rosen wieder.
Aush dieses Jahr läßt Freuden blühn.
Zum neuen Jahr ein neues Hoffen.
Die Erde wird noch immer grün.

Karl von Gerok

Montag, 22. August 2011

Poesie für Kinder

Sag nicht ich werde,
sag nicht ich will,
greife Dein Werk an
und handle still!

Rosen, Tulpen, Nelken,
alle Blumen welken.
Nur die eine nicht
und die heißt:
Vergiß mich nicht!

Jeden Tag zur Schule gehn,
find ich wirklich gar nicht schön,
daß wir zwei uns wiedersehn,
läßt mich trotzdem täglich gehn.



Freitag, 24. Juni 2011

Hühner!

Xenopoulos Schule Athen, Kindergarten
Ein Huhn das gold'ne Eier legt,
das wird gehegt und wird gepflegt.
Denn gold'ne Eier sind beliebt
weil es sie so selten gibt.

Freitag, 22. April 2011

Frohe Ostern!

Das Osterei
Hei, juchhei! Kommt herbei!
Suchen wir das Osterei!
Immerfort, hier und dort
Und an jedem Ort!
Ist es noch so gut versteckt,
endlich wird es doch entdeckt.
Hier ein Ei! Dort ein Ei!
Bald sind´s zwei und drei!
Wer nicht blind, der gewinnt
Einen schönen Fund geschwind.
Eier blau, rot und grau
Kommen bald zur Schau.
Und ich sag´s es bleibt dabei,
gern such ich ein Osterei:
Zu gering ist kein Ding
Selbst kein Pfifferling.

Dienstag, 8. März 2011

Kinderseele

Was eine Kinderseele
aus jedem Blick verspricht!
So reich ist doch an Hoffnung
ein ganzer Frühling nicht.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)